Piazza delle Erbe

Auf dem roten Faden, welcher die beiden Liebenden vereint, begeben wir uns zum Platz Piazza delle Erbe; hier können wir uns vorstellen, wie Julia und ihre Amme, in ein vertrauliches Gespräch vertieft, spazieren gehen. Die Amme ist eine Erfindung des englischen Dramatikers, neu für das elisabethanische Theater. Eine vor Komik triefende Figur, die mit großem Geschick in die Tragödie eingebettet wird, um einige humorvolle Akzente in die angespannte Erzählung zu setzen und die angespannte Atmosphäre aufzulockern.

Im Herzen der historischen Stadt, am Piazza delle Erbe, zeugt das Foro Romano aus der Scaliger-Zeit, in welchem sich das wirtschaftliche Leben abspielte, von den architektonischen und „institutionellen“ Änderungen anlässlich des Übergangs von der Kommune zur Herrschaftsform der Signoria. Auch heute noch spielt sich hier das Leben der Stadt ab.

Wir können uns vorstellen, dass die zwei Frauen, das Mädchen und ihre Amme, anhalten, um sich die neue Fassade des Domus Mercatorum anzuschauen, des antiken Gebäudes aus Holz, das im Jahre 1301, diesmal aus Stein, wieder aufgebaut wurde und als wichtiges Zentrum für die Kunst und den Handel diente. Von hier aus gehen sie weiter in Richtung des wirtschaftlichen Zentrums der Stadt, welches in der heutigen „Corticella“ befindet. An dieser Stelle wurden die Stoffe für eine genaue Qualitätskontrolle zwischengelagert.  Außerdem war es möglich, hier Wollstoffe zu erwerben, denn die verschiedenen, in der Vergangenheit über die ganze Stadt verteilten Geschäfte, waren zu jener Zeit fast alle in diesem Bezirk zu finden.

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