Papà del Gnoco

Karneval

(Italiano) Carnevale

Der Bacanal del Gnoco

Die Tradition des Karnevals von Verona (auch Bacanal del Gnoco genannt), ist wahrscheinlich auf das Jahr 1531 zurückzuführen, in dem Verona von einer schlimmen Hungersnot geplagt wurde.

Durch die Hungersnot wurde der Mehlpreis so sehr in die Höhe getrieben, dass die Bäcker die Produktion und den Verkauf von Brot einstellen mussten.

Es folgten Unruhen, an denen vor allem die Einwohner des Bezirks San Zeno teilnahmen (dort, wo sich die gleichnamige Basilika befindet).

Ein Volksaufstand konnte nur durch die Ernennung einer Kommission reicher Bürger abgewendet werden, die Korn und Mehl kauften und an das Volk verteilten.

An dieser Kommission nahm wohl auch Tommaso da Vico teil, ein reicher Arzt Veronas, der traditionell als der Vater des Karnevals von Verona gilt.
Nach seinem Tod im Jahre 1531 hinterließ Tommaso da Vico ein Testament, in welchem er festlegte, dass ein Teil seines Geldes dazu verwendet werden sollte, jedes Jahr unter den Einwohnern des Bezirks San Zeno Brot, Wein, Butter, Käse und Mehl zu verteilen, damit diese am Karnevalsfreitag Gnocchi (Klößchen) zubereiten konnten.

Für die Familien Veronas ist es nun Tradition, an diesem Tag des Jahres Gnocchi zu essen und noch heute wird der letzte Freitag vor der Fastenzeit als Gnocolàr-Freitag bezeichnet.

Im Laufe der Zeit wurde der Karneval in Verona immer beliebter. Jeder Bezirk hat nun ein Komitee und seine traditionellen Masken, die entweder erfunden, oder von historischen Persönlichkeiten oder Berufen inspiriert werden.

Jedes Jahr findet ein Umzug statt, welcher mit der Maske des Bezirks San Zeno beginnt, dem Papà del Gnoco” (Vater des Gnocco). Danach kommen andere Masken wie zum Beispiel der Simeon de l’Isolo (aus dem Bezirk Veronetta), der Duca de la Pignata (Herzog des Kochtopfes) und der Dio de l’Oro (Gott des Goldes) (Bezirk Santo Stefano), der Principe Reboano de la Concordia (der prahlerische Prinz der Eintracht) (Bezirk Filippini), der Sior de la Spianà (der Herr der Spianà) (Bezirk Stadion), der Duca de la Pearà (der Herzog der Pearà) (Bezirk Indipendenza – Santa Lucia) und viele andere Masken, welche am letzten Freitag des Karnevals gemeinsam mit allegorisch geschmückten Karnevalswägen, Figuren, Musikgruppen und Majoretten die Straßen der Stadt beleben.

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