Sehenswürdigkeiten

Dank ihrer über zweitausend Jahre alten Geschichte ist Verona eine Stadt, in der die Vergangenheit ihre Spuren hinterlassen hat.
Orte, Monumente, Museen und Kirchen erlauben es, die einzelnen Schritte der kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt nachzuvollziehen.
Im Rahmen einer Besichtigung Veronas sollten Sie unbedingt die Arena, das stattliche, römische Amphitheater, das sich auf der lebhaften Piazza Bra befindet, besichtigen.
Rundherum kann man die antiken Stadtmauern bewundern, zusammen mit dem Palast Palazzo della Gran Guardia und dem Palast Palazzo Barbieri aus dem 19. Jahrhundert.
Auf der nördlichen Seite des Platzes befindet sich der Liston (der breite Bürgersteig aus Stein, die traditionelle Flaniermeile der Veroneser), von welchem man zur Via Mazzini gelangt, eine stets mit Shopping-Liebhabern überfüllte Straße. Von hier aus geht es in die Via Cappello, in der laut Legende an Nummer 23 das Haus der Julia mit seinem weltberühmten Balkon steht.
Von der Via Cappello aus gelangt man zum beeindruckenden Platz Piazza delle Erbe, wo sich die Säulen des Marktes, der Springbrunnen der Madonna Verona und die Säule von San Marco befinden, auf welcher hoch oben der Löwe als Symbol der Republik Venedig thront.
Von der Piazza delle Erbe kommt man über die Via dalla Costa zur Piazza dei Signori, auch „Piazza Dante“ genannt, da man dort eine Statue des Vaters der italienischen Sprache bewundern kann.
Zwei andere Statuen dienen dem Schutz des Platzes und sind Scipione Maffei und Girolamo Fracastoro gewidmet. Der Platz gewinnt dank der historischen und architektonischen Gebäude, wie zum Beispiel der Loggia del Consiglio (Ratsgebäude), des Palazzo del Governo (Justizpalast) und der Domus Nova, an Wert.
Auf dem Platz, der zum Turm Torre del Lamberti führt, befindet sich auch der Palazzo della Ragione, heute Sitz der Galerie für moderne Kunst Galleria d’Arte moderna „A. Forti“.
In der Nähe der Kirche Santa Maria Antica, nach dem Bogen zwischen den Gebäuden Cangrande und del Capitano, befinden sich die Arche Scaligere (ein monumentaler Friedhof in gotischem Stil, der die Gräber der Herrscher Veronas beherbergt).
Die Tour geht weiter zur Kirche Sant’Anastasia, ein hervorragendes Beispiel für die gotische Architektur in Italien, in der man „S. Giorgio e la Principessa“ (St. Georg und die Prinzessin) bewundern kann, ein wunderschönes Fresco von Pisanello (1433-38); in der Nähe befinden sich auch die Brücke Ponte Pietra (die letzte Brücke der römischen Epoche), das römische Theater Teatro Romano und der Dom.
Weiter geht es bis zur Burg Castelvecchio, dem stattlichen Wahrzeichen Veronas, das in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts von Cangrande II della Scala in Auftrag gegeben wurde.
Die nahe gelegene Basilika „Basilica di S. Zeno“ mit ihrer wunderschönen Rosette (auch „Ruota della Fortuna“, d.h. Glücksrad genannt) ist ein beeindruckendes Beispiel für die römische Architektur (8.-9. Jhdt.); im Inneren befindet sich das berühmte Triptychon des Mantegna, das die Madonna mit Kind und die Heiligen darstellt.

Die Seilbahn von Castel San Pietro
Die Seilbahn von Castel San Pietro

via Fontanelle Santo Stefano, 6

Wer die Stadt Verona von einer anderen Perspektive bewundern möchte, hat nun die einzigartige Aussichtsplattform des Castel San Pietro vor Augen.

Die Seilbahn von Verona befindet sich in unmittelbarer Nähe des Teatro Romano, nur wenige Schritte von der Kirche San Stefano entfernt.

Bereits einige Jahre vor dem Ersten Weltkrieg wurde die Seilbahn angedacht, um Studenten den Weg zur Accademia delle Belle Arti zu erleichtern, welche sich einst beim Castel San Pietro befand. Zudem diente die Seilbahn dazu, die Schönheit der Umgebung des Habsburger Schlosses zur Geltung kommen zu lassen und es für den bereits ansteigenden Touristenstrom zugänglich zu machen.

Die Seilbahn wurde 1941 erstmals eingeweiht, jedoch führten die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges und wirtschaftliche Einschränkungen zur Schließung im Jahre 1944.

Im Laufe der 80er und 90er Jahre folgten verschiedene Vorschläge zum Wiederaufbau; nach einigen Projekten wurde die Anlage im Juni 2017 in Form eines geneigten Lifts eröffnet.

Die Seilbahn ermöglicht in 90 Sekunden eine Strecke von 159 Metern mit einem Höhenunterschied von 55 Metern zu überwinden. Somit kann man leicht zum Castel San Pietro gelangen und die Terrasse mit einem Panoramablick auf die gesamte Stadt erreichen.

Öffnungszeiten:

In den Sommermonaten (April-Oktober): 11:00 – 21:00 Uhr (letzte Fahrt um 20:45 Uhr)
In den Wintermonaten (November-März): 10:30 – 16:30 Uhr
Geschlossen am 25. Dezember und 1. Januar.

Eintrittspreise:

Preis: 2 Euro pro Person
Ermäßigt (unter 10 und über 65 Jahren): 1 Euro pro Person
Gruppen (mind. 15 Personen): 1,50 Euro pro Person
Der Preis beinhaltet Hin- und Rückfahrt: Der Kauf eines Einzeltickets für Hin- oder Rückfahrt ist nicht vorgesehen.

Kontakt:

via Fontanelle S. Stefano 6

tel. +39 342 896 6695

www.agec.it

Kapitelsbibliothek
Kapitelsbibliothek

Piazza Duomo

The Biblioteca Capitolare of Verona is the most ancient working library in the world. In this place studied Pipino, Carlo Magno’s son, Dante Alighieri, Francesco Petrarca and many other important historical characters.
This building survived the earthquake, the plague, Napoleon’s robberies, flood in 1882 and bombs and today the library can be defined, as the palaeographer Elias Avery Lowe said, “the queen of the ecclesiastical collections”, with a huge treasure of manuscripts, paintings, incunabula, tools for printing, music instruments and much more.

Info

Piazza Duomo, 13
+39 045 8538071
(0039)388 5758902
info@capitolareverona.it
www.capitolareverona.it

Arena
Arena

Piazza Bra

Bei der Arena handelt es sich um eines der größten Amphitheater Italiens und das berühmteste Monument Veronas. In diesem von den Römern gegen Mitte des 1. Jahrhunderts nach Christus errichteten Gebäude fanden verschiedene Vorstellungen statt: Gladiatorenkämpfe und Jagd auf wilde und exotische Tiere. Die elliptische Form wurde konzipiert, um eine große Anzahl an Zuschauern zu beherbergen (zirka 30.000) und um genug Platz für die Vorstellungen zu bieten. Die Arena wurde außerhalb der römischen Stadtmauern gebaut, um den Andrang der Zuschauer besser verwalten zu können und zu verhindern, dass diese das Stadtzentrum überfüllen.

Der Außenbereich

Vom Außenring der Arena, welcher die Fassade des Monuments bildete, ist nur ein kleiner Teil übrig geblieben, die sogenannte Ala (Flügel). Unter dem Reich des Teodorico (493-526 n. Chr.) wurde der Außenring zerstört, um die zweite Stadtmauer zu bauen und bis zur Renaissance wurde die Arena als Steingrube genutzt. Bei der aus Kalksteinblöcken bestehenden Fassade, die nach Art des Valpolicella gebaut wurde, ist lediglich die toskanische Architektur sichtbar.

Der Innenbereich

Der Innenbereich besteht aus zwei Hauptteilen: dem Zentrum der Arena, in welchem die Schauspiele stattfanden und den Treppen ringsherum, die den Zuschauerbereich ausmachen. In der Antike wurde die Arena durch ein Podium von den Treppen getrennt, auf welchem sich wahrscheinlich Netze befanden, um die Zuschauer zu schützen. Der Zuschauerbereich, der jetzt rekonstruierte Treppen aufweist, war mit Hilfe von Durchgängen in horizontale Abschnitte aufgeteilt; oben hingegen befand sich ein bedeckter Bogengang.
Das Amphitheater nach dem römischen Zeitalter

Bereits im Mittelalter wurden die äußeren Arcovoli (Bögen) von der Gemeinde vermietet: bis zum 16. Jahrhundert wurden Prostituierte dorthin verbannt, später fanden dort Handwerks-Werkstätten ihren Platz. Der Innenbereich wurde im Laufe der Zeit für verschiedene Zwecke genutzt, wie zum Beispiel für die Justizverwaltung, Feste, Vorstellungen und Rennen; im Jahre 1913 wurde zum ersten Mal die Aida des Verdi aufgeführt und seit jenem Moment wurde die Arena Sitz der sommerlichen Opernfestivals.

Info

Öffnungszeiten: Montag von 13:30 bis 19:30 Uhr

Dienstag bis Sonntag von 8:30 bis 19:30 Uhr
(die Kasse schließt um 18:30 Uhr)

Tickets

  • Voller Eintritt: € 10,00
  • Ermäßigter Eintritt für Gruppen und Senioren (über 60) sowie Studenten: € 7,50
  • Ermäßigter Eintritt für Schulen/Jugendliche von 8-14 Jahren (nur in Begleitung): € 1,00
  • Ermäßigter Eintritt für Einwohner der Stadt Verona: € 1,00
  • Kombi-Ticket Maffeiano/Arena, voller Eintritt: € 11,00 – Ermäßigter Eintritt: € 8,00
  • KostenloserKostenloser Eintritt: Senioren (über 65) mit Wohnsitz in der Stadt Verona – Behinderte und deren Begleitpersonen – Kinder bis zu 7 Jahren – mit VeronaCard

Haus der Julia
Haus der Julia

Via Cappello 23

Das Museums-Haus der Julia hat ihren Sitz in einer soliden Konstruktion des Mittelalters, in der wahrscheinlich seit dem 13. Jahrhundert die Familie Dal Cappello lebte, die der Straße den Namen verleiht und deren Emblem als Relief im inneren Bogen des Gebäudehofs eingemeißelt ist.

Das gesamte Gebäude wurde im Laufe der Jahrhunderte von den verschiedenen Eigentümern mehrmals restauriert und umstrukturiert. Gleichzeitig wuchsen die Legende und der Volksglaube daran, dass es sich um das Geburtshaus der Julia handelt, immer mehr und im Jahre 1907 hielt es die Gemeinde Verona für angebracht, wenigstens einen Teil des gesamten mittelalterlichen Gebäudes zu erwerben. 

Info
Öffnungszeiten: Montag von 13:30 bis 19:30 Uhr

Dienstag bis Sonntag von 8:30 bis 19:30 Uhr
(die Kasse schließt um 18:45 Uhr)  

  • Voller Eintritt: € 6,00
  • Ermäßigter Eintritt für Gruppen und Senioren (über 60) sowie Studenten: € 4,50
  • Ermäßigter Eintritt für Schulen/Jugendliche von 8-14 Jahren (nur in Begleitung): € 1,00
  • Kombi-Ticket Tomba/Casa di Giulietta (Grab/Haus der Julia): voller Eintritt € 7,00 – Ermäßigter Eintritt: € 5,00
  • KostenloserKostenloser Eintritt: Senioren (über 65) mit Wohnsitz in der Stadt Verona – Behinderte und deren Begleitpersonen – Kinder bis zu 7 Jahren – mit VeronaCard

Museum Castelvecchio
Museum Castelvecchio

Das Museum Museo di Castelvecchio stellt wichtige Kollektionen der Kunst des Mittelalters, der Renaissance und des modernen Zeitalters aus (bis zum 18. Jahrhundert):

  • 29 Ausstellungsräume mit Gemälden, Skulpturen, archäologischen Fundstücken, Waffen
  • Ausgestellte Werke: 622
  • In speziellen Vorrichtungen: zirka 90.000 Medaillen und Münzen, 2.650 Zeichnungen, 8.000 Drucke, 800 Fotoplatten
  • Im Lager: 2.500 Gemälde, zirka 500 Skulpturen und Büsten, zirka 800 Dekorations-Möbelstücke und Kunstwerke, 300 Waffen und 200 ethnografische Kollektionen

Außer den Ausstellungsräumen, dem Bereich für Zeichnungen und Drucke sowie der Münzausstellung finden wir: Direktion, Verwaltungsbüros und technische Büros, allgemeines Archiv, Fotothek, Saal für vorübergehende Ausstellungen, Verkaufsstelle für Kataloge, Hilfswerkstätten.

Die Anfang der 50er Jahre begonnene Restaurierung wurde durch eine enge Zusammenarbeit des Direktors Licisco Magagnato mit dem Projektleiter Carlo Scarpa möglich; es wurde eine philologische Restaurierung der Bereiche durchgeführt, die Kunstwerke wurden nach funktionalen und emotionalen Gesichtspunkten ausgewählt und untergebracht, gemäß der Idee, dass das Museum selbst insgesamt ein Kunstwerk darstellt. Seit diesem Zeitpunkt stellt das Museum Museo di Castelvecchio eine wichtige Bezugsgröße dar.

Info
Öffnungszeiten: Montag von 13:30 bis 19:30 Uhr

Dienstag bis Sonntag von 8:30 bis 19:30 Uhr
(letzter Eintritt um 18:45 Uhr)  

Tickets

  • Voller Eintritt: € 6,00
  • Ermäßigter Eintritt für Gruppen und Senioren (über 60) sowie Studenten: € 4,50
  • Ermäßigter Eintritt für Schulen/Jugendliche von 8-14 Jahren (nur in Begleitung): € 1,00
  • Kombi-Ticket Castelvecchio/Maffeiano: voller Eintritt € 7,00 – Ermäßigter Eintritt: € 5,00
  • Kostenloser Eintritt: Senioren (über 65) mit Wohnsitz in der Stadt Verona – Behinderte und deren Begleitpersonen – Kinder bis zu 7 Jahren – mit VeronaCard

Naturkunde-Museum
Naturkunde-Museum

Lungadige Porta Vittoria 9

Das Gebäude Palazzo Pompei, Sitz des Bürger-Museums und des Naturkunde-Museums von Verona, ist eines der historisch und architektonisch gesehen wichtigsten Gebäude der Stadt. Das Gebäude wurde von der reichen Familie Lavezzoli in den Jahren zwischen 1530 und 1550 in Auftrag gegeben und vom genialen Architekten Michele Sanmicheli gebaut. Im weiteren Verlauf wurde es Eigentum der Familie Pompei und im Jahre 1833 schenkte Graf Alessandro Pompei es der Gemeinde Verona, die darin Ausstellungen, Kunstsammlungen und hochwertige wissenschaftliche Kollektionen der Stadt beherbergte. Der ursprüngliche Kern des Gebäudes wurde ab 1858 erweitert und es wurden Räume und zusätzliche Häuser angebaut.

In den großen Räumlichkeiten des Gebäudes befinden sich heute sechzehn Ausstellungsräume, die Bibliothek, die Werkstätten, die Lagerräume der Kollektionen und die Büros des Museums.

Das Bürger-Museum für Naturkunde von Verona beherbergt auch wissenschaftliche Bereiche, die der Erforschung von Mineralien und Gesteinen, der Paläontologie und der Zoologie gewidmet sind.

Die Bereiche für Urgeschichte und Botanik werden im Gebäude Palazzina Comando dell’Arsenale Austriaco von Verona beherbergt.

Das von den Forschern des Museums und von vielen Naturkundlern in den letzten fast fünf Jahrhunderten gesammelte, wissenschaftliche Material wird heute mit Sorgfalt aufbereitet und katalogisiert, ausgewertet und in den Kollektionen aufbewahrt bzw. in den Sälen ausgestellt. Das Museum spielt dementsprechend eine zentrale und ausschlaggebende Rolle in der wissenschaftlichen Forschung und der Veröffentlichung von Essays und populärwissenschaftlichen Texten.

Sehr aktiv sind auch der didaktische Bereich und der Kommunikationsbereich, welche das Ziel haben, die naturwissenschaftliche Kultur unter den unterschiedlichen Publikumsgruppen zu verbreiten (Schulen, Erwachsene, Familien, Vereine usw.).

Info
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 17:00 Uhr
Samstag und Sonntag von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Freitag geschlossen
Tickets

  • Voller Eintritt: € 4,50
  • Ermäßigter Eintritt für Gruppen und Senioren (über 60) sowie Studenten: € 3,00
  • Ermäßigter Eintritt für Schulen/Jugendliche von 8-14 Jahren (nur in Begleitung): € 1,00
  • KostenloserKostenloser Eintritt: Senioren (über 65) mit Wohnsitz in der Stadt Verona – Behinderte und deren Begleitpersonen – Kinder bis zu 7 Jahren – mit VeronaCard

Internationales Zentrum für Fotografie Scavi Scaligeri
Internationales Zentrum für Fotografie Scavi Scaligeri

(Italiano) Cortile del Tribunale

Seit dem 11. Mai 2015 sind die Aktivitäten des Zentrums ausgesetzt worden, um die notwendigen Anpassungen im Zuge der Restaurierungsarbeiten des Gebäudes Palazzo del Capitanio zu ermöglichen.

Das Centro Internazionale di Fotografia Scavi Scaligeri befindet sich im Zentrum Veronas, hinter zwei wichtigen und großen Plätzen: Piazza Erbe und Piazza dei Signori. Zudem liegt es ganz in der Nähe eines der wichtigsten Monumente der Scaliger-Epoche, dem Komplex der Arche scaligere, der Gräber der Herrscher der Scala.

Das archäologische Gebiet wurde während der Ausgrabungen in den Jahren von 1981 bis 1983 zu Tage gefördert; im Jahr 1996 wurde die Stätte dann als Ausstellungszentrum eingeweiht, mit einer Ausstellung, die den amerikanischen Fotografen Peter und David Turnley gewidmet war. Die Ausstellung diente dazu, das Publikum mit diesem Ort vertraut zu machen, dessen Besonderheit darin besteht, dass es sich um eine Galerie handelt, die in einen archäologischen Fundort eingebettet ist.

Neben den Ausstellungen organisiert das Centro Internazionale di Fotografia Scavi Scaligeri verschiedene Initiativen wie thematische Workshops, didaktische Kurse für Erwachsene und Kinder, Fotografie-Kurse, Veranstaltungen und Lesungen, deren Inhalte mit dem jeweils ausgestellten Material in Verbindung stehen.

Steinmetz-Museum des Maffei
Steinmetz-Museum des Maffei

Piazza Bra 28

Das Museo Lapidario Maffeiano, das Mitte des 18. Jahrhunderts im Herzen Veronas errichtet wurde, ist eine der ältesten öffentlichen Museumseinrichtungen Europas. Der Name ist untrennbar verbunden mit dem Marquis Scipione Maffei (1675-1755), ein wichtiger Wissenschaftler und gelehrter Einwohner Veronas, der auch im Ausland für seine vielseitigen Talente und zahlreichen Interessen auf den verschiedensten wissenschaftlichen Gebieten sehr berühmt war.

Das Museum entstand dank der über dreißig Jahre andauernden, begeisterten Arbeit von Maffei, während der er hunderte von Objekten verzeichnete und beim Veroneser Alessandro Pompei den Bau eines für die Ausstellung und Aufbewahrung geeigneten Ortes in Auftrag gab, denn er war fest davon überzeugt, dass „Alles, was der Öffentlichkeit dient, der Öffentlichkeit auch zugänglich gemacht werden muss“.

Symbolträchtig ist dementsprechend der Name, den Maffei für sein Museum auswählte: Museum Veronense, d.h. Museum der Stadt Verona. Eine wahrhaft öffentliche Institution, die, im Gegensatz zu den zu jener Zeit sehr verbreiteten privaten Kollektionen, die Aufbewahrung und den Schutz der ausgestellten Stücke garantieren konnte, d.h. den Verlust verhinderte, dem die in kleinen privaten Museen aufbewahrten Materialien ausgesetzt waren, wenn deren Eigentümer starben.

Mehr als ein Jahrhundert lang war das Maffeiano das „Museum“ Veronas schlechthin und wurde zu einer obligatorischen Etappe für die vielen ausländischen Reisenden (unter Ihnen im September 1786 auch J.W. Goethe), die aus Nordeuropa nach Italien kamen, um eine Grand Tour durchzuführen, jene Bildungsreise, die dazu dienen sollte, auf direktem Wege die klassische Kunst und Kultur kennenzulernen.

Info
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag
von 8:30 bis 14 Uhr
Montag geschlossen

Tickets

  • Voller Eintritt: € 4,50
  • Ermäßigter Eintritt für Gruppen und Senioren (über 60) sowie Studenten: € 3,00
  • Ermäßigter Eintritt für Schulen/Jugendliche von 8-14 Jahren (nur in Begleitung): € 1,00
  • Kombi-Ticket Maffeiano/Arena, voller Eintritt: € 11,00 – Ermäßigter Eintritt: € 8,00

Museum der Frescomalerei ‘G.B. Cavalcaselle’ am Grab der Giulietta
Museum der Frescomalerei ‘G.B. Cavalcaselle’ am Grab der Giulietta

Via Luigi da Porto 5

Das Museum Museo degli affreschi ‘Giovanni Battista Cavalcaselle’ befindet sich in einem Kloster, dessen Ursprung bis ins 13. Jahrhundert zurückgeht. Die primitive Kirche San Francesco al Corso wurde im Jahr 1230 erbaut und beherbergte gemeinsam mit dem danebengelegenen Kloster eine Gemeinschaft von Franziskanermönchen. Als die Mönche im Jahre 1257 in den edleren Sitz von San Fermo maggiore umzogen, wurde das Kloster von den Nonnen der Santa Maria di Zevio bewohnt. Im Jahre 1366 übernahmen die wenigen übriggebliebenen Nonnen die Regeln des Benediktinerordens, aber im Jahre 1447 wurde das nunmehr verlassene Kloster geschlossen und mit jenem des Santo Spirito zusammengelegt.

Erst nach einem Jahrhundert entstand in diesen Mauern wieder ein gemeinschaftliches Leben. Im Jahre 1548 bot das Gebäude den Bekehrten oder Jungfern Unterkunft, die keinen Platz im Kloster der Santissima Trinità fanden. Diese Frauen (ehemalige Prostituierte, Frauen mit schlechten Ehemännern, verlassene Ehefrauen, Mädchen ohne Mitgift) wurden dementsprechend Franziskanerinnen genannt. Im Jahre 1624 schlug ein Blitz in der nahegelegenen Pulverkammer im Turm Torre della Paglia ein, der sich neben den Stadtmauern befand. Die schreckliche Explosion zerstörte oder beschädigte die umliegenden Gebäude; die Kirche und ein Teil des Klosters von San Francesco wurden von Grund auf neu errichtet, und zwar so, wie wir sie heute noch vorfinden.

Diese jahrhundertealte Geschichte wird Anfang des 19. Jahrhunderts unterbrochen, als aufgrund der napoleonischen Beschlüsse des Italienischen Reiches viele Klöster stillgelegt wurden und in die Domänenverwaltung fielen. Auch dem Gebäude der Franziskanerinnen wurde dieses Schicksal zuteil; ein Teil wurde zu militärischen Zwecken genutzt, ein anderer Teil beherbergte soziale Einrichtungen. Die darauf folgende Verwahrlosung und die von den Bombardierungen des zweiten Weltkriegs verursachten Schäden gefährdeten das Gebäude sehr. Zum Glück stieg in den sechziger Jahren das Bewusstsein für den Schutz des Kulturguts; die Kirche und das Kloster wurden restauriert und als Museum genutzt. Im Jahre 1973 wurde das Museum eröffnet und Giovanni Battista Cavalcaselle gewidmet.

Giovanni Battista Cavalcaselle (Legnago, Verona, 1819 – Rom 1897) kann als einer der Begründer der modernen Kunstgeschichte Italiens betrachtet werden. Seine wissenschaftlichen Texte zur antiken italienischen und flämischen Malerei, welche er gemeinsam mit dem Engländer Joseph Archer Crowe schrieb, sind heute noch von wesentlicher Bedeutung. Zudem kümmerte er sich aktiv und mit beispielhafter Konkretheit und Intelligenz um Probleme wie die Aufbewahrung und die Restaurierung, um die Einrichtung von Museen, die Katalogisierung der Kunstwerke und um die Reformierung der akademischen Lehre.

Info
Öffnungszeiten: Montag von 13:30 bis 19:30 Uhr
Dienstag bis Sonntag von 8:30 bis 19:30 Uhr(letzter Eintritt um 18:30 Uhr) 

Tickets

  • Voller Eintritt: € 4,50
  • Ermäßigter Eintritt für Gruppen und Senioren (über 60) sowie Studenten: € 3,00
  • Ermäßigter Eintritt für Schulen/Jugendliche von 8-14 Jahren (nur in Begleitung): € 1,00
  • Kombi-Ticket Tomba di Giulietta/Casa di Giulietta (Grab/Haus von Giulietta), voller Eintritt: € 7,00 – ermäßigter Eintritt: € 5,00
  • Kostenloser Eintritt: Senioren (über 65) mit Wohnsitz in der Stadt Verona – Behinderte und deren Begleitpersonen – Kinder bis zu 7 Jahren – mit VeronaCard

Archäologiemuseum am Römischen Theater
Archäologiemuseum am Römischen Theater

Piazza Martiri della Libertà

Das Museum befindet sich in einem Kloster, das im 15. Jahrhundert von Jesuiten errichtet wurde, die einer von Giovanni Colombini da Siena im Jahre 1367 gegründeten Kongregation angehörten. Die Bezeichnung „Jesuiten“ ist auf die häufige Anrufung des Namens Jesu zurückzuführen. Das Monogramm der Jesuiten ist auch auf einigen Türen des Klostergebäudes vorzufinden.

Die Kirchenmänner widmeten sich der Pflege von Kranken, indem sie unentgeltlich Arzneimittel produzierten und verteilten; aber sie beschäftigten sich auch mit der Herstellung von Parfum und Likören, die sie verkauften. Um diesen Tätigkeiten nachzugehen, war die Verfügbarkeit von Wasser notwendig und die Jesuiten hatten herausgefunden, dass dieses Element im Hügel San Pietro reichlich vorhanden war.

Info
Öffnungszeiten: Montag von 13:30 bis 19:30 Uhr
Dienstag bis Sonntag von 8:30 bis 19:30 Uhr
(letzter Eintritt um 18:30 Uhr)

Tickets

  • Voller Eintritt: € 4,50
  • Ermäßigter Eintritt für Gruppen und Senioren (über 60) sowie Studenten: € 3,00
  • Ermäßigter Eintritt für Schulen/Jugendliche von 8-14 Jahren (nur in Begleitung): € 1,00
  • Kombi-Ticket Tomba di Giulietta/Casa di Giulietta (Grab/Haus der Julia), voller Eintritt: € 7,00 – Ermäßigter Eintritt: € 5,00
  • Kostenloser Eintritt: Senioren (über 65) mit Wohnsitz in der Stadt Verona – Behinderte und deren Begleitpersonen – Kinder bis zu 7 Jahren – mit VeronaCard

Galerie für moderne Kunst Achille Forti
Galerie für moderne Kunst Achille Forti

Cortile Mercato Vecchio

Der neue Bereich der Galleria d’Arte Moderna Achille Forti hat eine ganz besondere Aufgabe, und zwar jene, der Stadt und dem internationalen Publikum ihr einzigartiges kulturelles, historisches, architektonisches und künstlerisches Erbe zurückzugeben.

Dementsprechend ist die Auswahl eines geeigneten Standorts von großer Bedeutung; die Galerie befindet sich im architektonischen Komplex des Gebäudes Palazzo della Ragione, in dem die meisten Wahrzeichen der Stadt zu finden sind, der Turm Torre dei Laberti und die Scala della Ragione. Nach mehreren Restaurationsarbeiten ist diese heute wieder begehbar.

Der Palast mit der Galleria d’Arte Moderna ist das Ergebnis einer städtischen, juristischen und künstlerischen Reise, welche die Stadt in ihrer historischen Entwicklung bis hin zur Gegenwart begleitet hat und die Besonderheiten einer typisch veronesischen Sammlung aufweist, verkörpert von Achille Forti und seinem Sinn für Verpflichtung gegenüber den Bürgern.

Dieses neue Kulturgut ermöglicht es, den jüngeren Generationen, den Bürgern der Stadt und dem internationalen Publikum dank der Außergewöhnlichkeit der Kunstwerke und eines Programms, das auf Didaktik, Weiterbildung und Kommunikation setzt, die visuelle Geschichte der letzten zwei Jahrhunderte der Stadt näherzubringen, und zwar in einem überraschenden, architektonischen Rahmen.

Info
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage von 11:00 bis 19:00 Uhr

(Die Kasse schließt 45 Minuten früher)

Montag geschlossen 

Tickets

  • Kombi-Ticket Galerie + Torre dei Lamberti, voller Preis € 8,00; Ermäßigter Eintritt für Gruppen und Senioren (über 60) sowie Studenten: € 5,00; Ermäßigter Eintritt für Schulen/Jugendliche von 8-14 Jahren (nur in Begleitung): € 1,00; Kostenloser Eintritt: Senioren (über 65) mit Wohnsitz in der Stadt Verona – Behinderte und deren Begleitpersonen – Kinder bis zu 7 Jahren – mit VeronaCard
  • nur Galerie: voller Eintritt: € 4,00;  Ermäßigter Eintritt für Gruppen und Senioren (über 60) sowie Studenten: € 2,50; Ermäßigter Eintritt für Schulen/Jugendliche von 8-14 Jahren (nur in Begleitung): € 1,00
  • Kostenloser Eintritt: Senioren (über 65) mit Wohnsitz in der Stadt Verona – Behinderte und deren Begleitpersonen – Kinder bis zu 7 Jahren – Lehrer als Begleitpersonen für Schulklassen (zwei pro Klasse, unabhängig von der Anzahl der Schüler) mit VeronaCard.

Turm der Lamberti
Turm der Lamberti

(Italiano) Via della Costa, 2

Einer der noch erhaltenen Türme des Palazzo della Ragione ist der einzige private Turm Veronas. Er wurde von der Familie Lamberti, deren Geschichte weitgehend unbekannt ist, 1172 aus Tuff- und Ziegelstein errichtet.

Von 1448-64 wurde das Gebäude restauriert, was eine Erhöhung des Turmes zur Folge hatte, womit die gegenwärtigen 84 Meter erreicht wurden. Die große Uhr brachte man Ende des 18. Jahrhunderts an.

1295 wurden zwei Glocken aufgehängt: Die Marangona läutete den Feierabend der Handwerker ein und gab Alarm im Falle eines Brandes. Die zweite Glocke, Regno genannt, rief den Stadtrat zusammen und die Bürger auf die Waffen zu ergreifen, wenn der Stadt Gefahr drohte.

Von der Spitze des Turmes (erreichbar über eine Treppe sowie heute mit einem Aufzug) genießt man einen spektakulären Panoramablick über die Altstadt.

Info
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage von 11:00 bis 19:00 Uhr
(die Kasse schließt 45 Minuten früher)
  • Voller Eintritt: € 8,00
  • Ermäßigter Eintritt für Gruppen und Senioren (über 60) sowie Studenten: € 5,00
  • Ermäßigter Eintritt für Schulen/Jugendliche von 8-14 Jahren (nur in Begleitung): € 1,00
  • Kostenloser Eintritt: Senioren (über 65) mit Wohnsitz in der Stadt Verona – Behinderte und deren Begleitpersonen – Kinder bis zu 7 Jahren – mit VeronaCard
  • Mit dem Ticket haben Sie auch Zutritt zur Galleria d’Arte Moderna Achille Forti (Galerie für moderne Kunst) im Gebäude Palazzo della Ragione.

Skaligergräber
Skaligergräber

Via Santa Maria Antica 4

Die Arche Scaligere (Skaligergräber) befinden sich in Verona und sind ein monumentaler, im gotischen Stil gehaltener Friedhof der Familie Scaligeri, auf dem die „Arche“ (Gräber) der berühmtesten Vertreter des Hauses zu finden sind.

Die Gräber sind von einem aus Schmiedeeisen gefertigten Gitter umzäunt, in welchem das Treppenmotiv, Symbol des Hauses, zu sehen ist. Die Sarkophage hingegen befinden sich auf dem Boden bzw. auf erhobenen Grabstätten. Folgende Gräber sind Teil des Friedhofs:

  • Das Grab des Cangrande I Della Scala, das sich über dem Portal der Kirche befindet; es handelt sich um das Grab, das im 14. Jahrhundert als erstes errichtet und vom Verstorbenen selbst zu Lebzeiten in Auftrag gegeben wurde. Realisiert wurde es vom Projektleiter S. Anastasia, welcher ein gotisches Tabernakel vorsah, getragen von angeschirrten Hunden. Auf dem Deckel ist die liegende Statue des Verstorbenen zu sehen, auf den Seiten hingegen befinden sich religiöse Verzierungen in Hochrelief und militärische Verzierungen in Flachrelief. Auf dem Baldachin ist eine Kopie der Reiterstatue des Cangrande I angebracht, deren Original gemeinsam mit der Grabausstattung seit 1921 im Museo di Castelvecchio ausgestellt ist.
  • Mit der Errichtung des Grabs des Mastino II wurde 1345 begonnen und wobei die Gestaltung während der Jahre mehrmals abgeändert wurde: zu Beginn war das Grab bemalt und vergoldet, umgeben von einem Gitter, an deren Ecken sich vier Statuen befanden, welche die Tugenden symbolisierten. Die Seiten der Urne sind mit religiösen Motiven verziert, auf dem Deckel hingegen befindet sich die liegende Statue des Mastino II, die von zwei Engeln bewacht wird. Der Baldachin hat bogenförmige Verzierungen und weist auf der Vorderseite religiöse Symbole in Hochrelief auf, abgesetzt von einer Reiterstatue des Mastino II, die durch eine Kopie ersetzt wurde; das Original befindet sich seit mehreren Jahren im Uhrturm von Castelvecchio.
  • Das Grab des Cansignorio aus dem Jahr 1375 ist am Auffälligsten dekoriert. Es wurde von Bonino da Campione entworfen, die Skulpturen stellen heilige Krieger, Figuren des Evangeliums und Apostel dar; zudem ist eine große Reiterstatue des Cansignorio vorzufinden.
  • Der Sarkophag des Alberto I wurde im Jahr 1301 errichtet und mit eingemeißelten Verzierungen geschmückt.
  • Das hängende Grab des Giovanni della Scala

Tickets

  • Einheits-Ticket: € 1,00
  • Kostenlos: mit VeronaCard

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